KOMMENTAR:
In den letzten Monaten ist die Zahl der selbstgebastelten Demo-Raketen der Palästinenser nahezu auf null abgesunken, und erst nach dem Bruch des Waffenstillstands wieder angestiegen. Deshalb glaubt ohnehin keiner, Israel “müßte sich verteidigen“. Es verteidigt sich seit 6o Jahren, immer nach vorne. Der Angriff hat auch wirtschaftlich-politische Gründe. Es gibt große Gasreserven vor der Küste.
www.nordbruch.org/artikel/aGaza.html
Die
Atommacht Israel, palästinensische Katjuschas und Obamas
Zionisten
Angesichts der
»andauernden Raketenangriffe«, so wollen westliche Medien Glauben machen, sei
Israel »gezwungen« gewesen, zu »Vergeltungsmaßnahmen« zu greifen. Diese
Behauptung ist ebensowenig originell wie tatsachenbezogen. Bei diesem von
Zionisten in die Welt gesetzten und seit Jahren monoton wiederholten
Scheinargument handelt es sich um einen kriegspropagandistischen Vorwand, um
einen neuen israelischen Angriffskrieg rechtfertigen zu können.
In Israel
übertreffen die Rüstungsausgaben alle anderen Ausgaben des Staates, die
Sozialausgaben inklusive. Die israelische Armee zählt, dank massiver
US-amerikanischer und bundesdeutscher Unterstützung, gegenwärtig zu den
bestausgerüsteten Streitkräften der Welt. Ihre besondere Stärke beruht auf
modernen High-Tech-Waffen. Israel verfügt über etwa 200 Atombomben, die mit
Jericho-Raketen bis zu 1500 Kilometer weit ans Ziel gebracht werden können.
Rückgrat des 125.000 Mann starken Heeres sind 3.600 Kampfpanzer, darunter etwa
1.200 amerikanische M-60 und M-48 sowie mehr als 200 britische Centurion. Eine
Eigenentwicklung ist der schwere Typ Merkava. Diese 1.680 Kettenfahrzeuge haben
eine zusätzliche Panzerung und eine Reichweite bis zu 500 Kilometer. Die
israelische Luftwaffe kann unter anderem auf etwa 400 Kampfflugzeuge, darunter
110 der US-Typen F-16 Falcon und 89 F-15 Eagle zurückgreifen. Für bodennahe
Kämpfe eignen sich die nahezu 40 Skyhawk und Dutzende Angriffshubschrauber der
Typen Apache, Cobra und Black Hawk. Die israelische Marine zählt 8.000 Mann und
verfügt über je drei mit Raketen bestückte U-Boote und Korvetten sowie mehrere
Dutzend Patrouillen- und Schnellboote für den Einsatz in Küstennähe.
Es
ist aufschlußreich, diesem gigantischen Waffenarsenal die Bewaffnung der
Palästinenser gegenüberzustellen, um sich ein sachliches Bild über »andauernden
Raketenangriffe« bilden zu können, die ja als Grund herhalten müssen, daß Israel
nun »gezwungen« gewesen sei, zu »Vergeltungsmaßnahmen« zu greifen.
Die
Palästinenser verfügen über keinerlei Panzer, keinerlei Flugzeuge, keinerlei
Kampfhubschrauber, keinerlei Kriegsschiffe, keinerlei U-Boote. Ihren Kampf
führen sie mit Steinen, Molotowcocktails, Handgranaten, Sturmgewehren und
Kurzstreckenraketen. Diese »Raketen« sind im wesentlichen in zwei Typen
aufzugliedern. Erstens handelt es sich um Katjuscha-Raketen, ein Sammelbegriff
für kleinkalibrige Bodenraketen. Die Hisbollah soll über etwa 12.000 Katjuschas
verfügen. Katjuschas leiden an einer großen Flächenstreuung, das heißt, sie
besitzen nur geringe Treffergenauigkeit. Ihre Reichweite liegt zwischen 25 und
50 Kilometer. Die Raketen sind 1,5 bis 2 Meter lang und haben ein Kaliber von
122 Millimetern. Zweitens handelt es sich um die Kassam-Boden-Boden-Raketen.
Diese verhältnismäßig einfache Kurzstreckenwaffe besteht aus einem mit
Treibstoff gefüllten Rohr und einem Sprengkopf. Die Raketen (Kassam-3) sind mit
rund 20 Kilogramm Sprengstoff beladen. Die Kassam-4 soll bis zu 15 Kilometer
weit fliegen können. Die Zielgenauigkeit des mehr als zwei Meter langen
Flugkörpers ist äußerst gering.
Soviel zur Bewaffnung der beiden
ungleichen Gegner. Ende Dezember hat nun der zionistische Staat einmal mehr
seine Streitkräfte gegen die seit Jahrzehnten unterdrückten und hoffnungslos
unterlegenen Palästinenser in Marsch gesetzt. Diesmal scheint dem
palästinensischen Volk im Gazastreifen-Freiluftkonzentrationslager, nichts
anderes sind die »palästinensischen Territorien«, im wahrsten
alttestamentarischen Sinne der Garaus gemacht zu werden.
Wie in allen seinen Kriegen und Überfällen schert sich
Israel einen Dreck um internationale Vereinbarungen oder das
Kriegsvölkerrecht. Die Zivilbevölkerung wird erbarmungslos bombardiert,
Kinder mit Maschinengewehrgarben
beschossen, Krankenhäuser, Schulen und Gebetshäuser, in denen oftmals
Frauen, Kinder und hilfsbedürftige Menschen Zuflucht suchen, dem Erdboden
gleichgemacht. Sogar dem Internationalen Roten Kreuz sind unlängst diese
Verbrechen aufgefallen. Israels Armee habe ICRC-Helfern Zugang zu Opfern
verwehrt, Kinder seien bei ihrer toten Mutter beinahe verhungert, Lastwagen mit
Hilfslieferungen seien beschossen worden. So verurteilenswert diese
Verbrechen ohne Frage sind, neu sind sie nicht. Belesene Beobachter wissen
längst, daß israelische Soldaten gezielt auf ihre Opfer schießen, nicht etwa um
sie zu töten, sondern in der Absicht, sie so schwer wie möglich zu
verletzen, zu verstümmeln und für den Rest ihres Lebens zum Pflegefall zu
machen. Schüsse mit Hochgeschwindigkeits- und Explosivmunition
oder die Verwendung von Dum-Dum-Geschossen in die Gelenke oder in die Muskeln
von Armen und Beinen sehr häufig. Gezieltes Schießen in die Augen von Kindern wird in der
israelischen Armee sogar intensiv
trainiert.
Dieser Vernichtungswahn in talmudischem Geiste durchläuft
die ganze Geschichte Israels. Den von der New York Times am 23. Oktober 1979
veröffentlichten unzensierten Tagebuchaufzeichnungen des ehemaligen israelischen
Premierpräsidenten Jitzhak Rabin zufolge, hatte seinerzeit der erste israelische
Premierminister David Ben-Gurion auf die Frage, wie mit den Palästinensern zu
verfahren sei, gesagt: »Schmeißt sie raus!« Die augenblickliche Bombardierung
des Gazastreifens ist der letzte Schritt, dieses zionistische Ziel endlich zu erreichen und den
seit 60 Jahren schwelenden Völkermord abzuschließen. Seit Jahrzehnten sind die
Palästinenser im Gazastreifen eingepfercht. Sämtliche Ein- und Ausgänge werden
von Israel kontrolliert. Damit natürlich auch jede Einfuhr von Lebensmitteln und
Medikamenten. Die Palästinenser sind auf Gedeih und Verderb den in Israel
herrschenden Zionisten ausgeliefert. Wenn sie, wie in der Vergangenheit an der
Tagesordnung war, nach Gutdünken die Grenzposten schließen, sitzen die
Palästinenser in der Falle, aus der es kein Entweichen gibt. Unter solchen
Umständen brauchen die israelischen Kampfflugzeuge und Panzer nur drauf zu
halten.
Getroffen wird immer.
Und »die Welt«
schaut diesem Abknallen gelangweilt zu. Oder solidarisiert sich gar mit dem
Tyrannen. Joschka Fischer beispielsweise hatte vor wenigen Tagen die Chuzpe, die
Merkelregierung für ihre Solidarität mit Israel zu loben: »Wir sind
parteiübergreifend solidarisch mit Israel, und das ist Teil unserer Staatsräson
seit Gründung der Bundesrepublik«. Angesichts solch notorischer Hörigkeit, wäre
ein grundsätzlicher Wechsel in Berlin dringend geboten! Oder ein change, wie in
den USA eine elementare Veränderung bezeichnet wird, und die mit Barack Obama
nun eintreten soll.
Optimistische
Erwartungen sollten diesbezüglich nicht zu hoch geschraubt werden. Der Einfluß der
Zionisten auf Obama ist wenigstens so groß wie er in der Vergangenheit auf alle
Präsidenten der USA seit Woodrow Wilson gewesen ist. Die amerikanische jüdische Wochenzeitung Forward hatte
bereits 2002 klargestellt, an welche Richtlinien sich US-Präsidenten zu halten
haben und nach wessen Fiedel hier
getanzt wird. Starke Konsequenzen würden folgen, wenn sich die Unterstützung
Israels bloß in der banalen Unterstützung des jeweiligen israelischen Premiers
zeigte.. Amerikanische Juden und pro-Israel eingestellte konservative Christen
seien mächtig genug, derartigen Druck auszuüben, daß ein Präsident gezwungen
wäre, zurückzutreten oder nicht mehr gewählt werden würde. Von den USA werde
nichts weniger als die bedingungslose Solidarität erwartet!
Unter solchen Umständen überrascht es kaum, daß auch in
Obamas Kabinett die jüdischen und nichtjüdischen Zionisten die
Schlüsselpositionen sowohl in der Regierung als auch in den Denkfabriken
(think-tanks) halten: Vize-Präsident wird bekanntlich Joseph Biden. Seit den
frühesten Jahren seiner Senatorenzeit ist er als fanatischer Unterstützer
Israels und der zionistischen Politik aufgefallen. 2007 trat er mit dem
bezeichnendem Bekenntnis hervor: »Ich bin Zionist. Man muß kein Jude sein, um
Zionist sein können«. Über die Außenministerin Hillary Clinton muß nichts mehr
gesagt werden. Sie ist in der Vergangenheit auf unzähligen Veranstaltungen als
fanatische Sympathisantin des Zionismus und mit geradezu unglaublichen
Solidaritätserklärungen für Israel unangenehm aufgefallen. Der demokratische
Kongreßabgeordnete Rahm Emanuel wird Stabschef im Weißen Haus. Dies ist
ein Schlüsselamt in der Besetzung der neuen Regierung. Übrigens entstammt
Emanuel, der »jüdische Stern, der über dem Capitol« aufgegangen sei (Jewish
Journal), einer einschlägigen Familie. Sein Vater, Benjamin M. Emanuel, war
Mitglied der militanten zionistischen Terrororganisation Irgun, welche vor der
Gründung Israels unzählige Greuel in Palästina begangen hatte. Die Sprengung des
King David Hotels zählt zu diesen ungesühnten Verbrechen ebenso wie das Massaker
von Deir Yassim, bei dem Hunderte palästinensische Dorfbewohner regelrecht
abgeschlachtet wurden. Wobei wir wieder bei den gegenwärtigen barbarischen Angriffen der israelischen Armee auf die
Palästinenser im Freiluftkonzentrationslager Gaza angekommen wären.
Es wird
keinen »Wechsel« unter Präsident »Change« Obama geben. Israel kann ganz beruhigt
sein: Das israelische Militär und die zionistischen Siedler werden auch künftig
an ihrer menschenrechtsverletzenden und gewalttätigen Politik gegenüber
Palästinensern festhalten können, ohne auch nur im geringsten Sanktionen oder
Repressionen erwarten zu müssen. Ob die arabischen Staaten und der Iran diesem
todbringenden Treiben allerdings weiterhin tatenlos zusehen werden, bleibt
abzuwarten.
Claus Nordbruch, verfaßt am 9. Januar 09 für den Euro-Kurier
(Tübingen)
QUELLE:
Die Atommacht Israel, palästinensische
Katjuschas und Obamas Zionisten
Israel
jüngster Überfall auf die Palästinenser